Paralleltext Englisch–Deutsch
The Train to Leeds
Der Zug nach Leeds
DuoText
Eine Originalgeschichte auf Englisch aus The Night Bakery · Die Nachtbäckerei · Folge 19, mit Deutsch daneben, Absatz für Absatz. Lies sie online oder lade sie als zweisprachiges E-Book herunter.
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Walter bent down slowly and picked up the wet bag with his good hand. He looked inside at the cold bread. Then he walked past Ana, into the kitchen, and threw it in the bin.
Walter bückte sich langsam und hob die nasse Tüte mit seiner gesunden Hand auf. Er schaute hinein, auf das kalte Brot. Dann ging er an Ana vorbei in die Küche und warf es in den Mülleimer.
He didn’t say anything more. Ana didn’t ask. They both knew there were questions in the room, and they both left them there.
Er sagte nichts mehr. Ana fragte nicht. Sie wussten beide, dass Fragen im Raum standen, und sie ließen sie beide dort stehen.
At breakfast, Jess came down with a letter in her hand. Her face was pink. “Grandad. Ana. I have to tell you something.” She looked at Ana. Ana gave her a small smile.
Beim Frühstück kam Jess mit einem Brief in der Hand herunter. Ihr Gesicht war rosa. „Opa. Ana. Ich muss euch etwas sagen.“ Sie schaute Ana an. Ana lächelte ihr kurz zu.
“There’s an open day at the university in Leeds on Saturday. You can see the buildings and talk to the teachers. For architecture. I want to go.” She took a breath. “And I have a letter from London too. They want to see me in the spring.”
„Am Samstag ist ein Tag der offenen Tür an der Universität in Leeds. Man kann sich die Gebäude ansehen und mit den Lehrern sprechen. Für Architektur. Ich will hin.“ Sie holte Luft. „Und ich habe auch einen Brief aus London. Sie wollen mich im Frühling sehen.“
Walter put down his cup. He looked at Jess for a long time. Ana was afraid he was going to be angry. But he only said, “Architecture. Like your drawings.”
Walter stellte seine Tasse ab. Er schaute Jess lange an. Ana hatte Angst, dass er wütend werden würde. Aber er sagte nur: „Architektur. Wie deine Zeichnungen.“
“You know about my drawings?”
„Du weißt von meinen Zeichnungen?“
“I’m old, Jess. I’m not blind.” He drank his tea. “I can’t go with you on Saturday. Somebody has to make the bread, and my hand…”
„Ich bin alt, Jess. Nicht blind.“ Er trank seinen Tee. „Ich kann am Samstag nicht mitkommen. Jemand muss das Brot backen, und meine Hand …“
“I can go with her,” Ana said. “After the baking. If you can do the shop alone.”
„Ich kann mit ihr fahren“, sagte Ana. „Nach dem Backen. Wenn du den Laden allein machen kannst.“
Walter nodded. And for one second, Jess put her arms round her grandad. Then she ran upstairs, very fast, so nobody could see her face.
Walter nickte. Und eine Sekunde lang legte Jess die Arme um ihren Opa. Dann rannte sie sehr schnell nach oben, damit niemand ihr Gesicht sehen konnte.
On Saturday, at a quarter past eight, Ana and Jess were at Hollin Bridge station. It was a small station at the top of the town, with two platforms and one ticket machine.
Am Samstag um Viertel nach acht waren Ana und Jess am Bahnhof von Hollin Bridge. Es war ein kleiner Bahnhof oben in der Stadt, mit zwei Bahnsteigen und einem Fahrkartenautomaten.
“Two returns to Leeds, please,” Ana said to the machine. Then she laughed. “I always talk to machines. In English, they understand me better than people.”
„Zwei Rückfahrkarten nach Leeds, bitte“, sagte Ana zum Automaten. Dann lachte sie. „Ich rede immer mit Automaten. Auf Englisch verstehen sie mich besser als Menschen.“
Jess looked at the timetable. “Platform two. Eight thirty-two. The journey is fifty minutes. We’re going to be early for once.”
Jess schaute auf den Fahrplan. „Gleis zwei. Acht Uhr zweiunddreißig. Die Fahrt dauert fünfzig Minuten. Wir werden ausnahmsweise mal zu früh sein.“
The train went through green hills, little stone towns and fields with sheep. Ana was tired after her night of work, but she couldn’t sleep. She watched Jess. Jess was watching the window, with her headphones round her neck.
Der Zug fuhr durch grüne Hügel, kleine Steinstädtchen und Felder mit Schafen. Ana war nach ihrer Nachtarbeit müde, aber sie konnte nicht schlafen. Sie beobachtete Jess. Jess schaute aus dem Fenster, ihre Kopfhörer um den Hals.
“Can I ask you something?” Jess said suddenly. “Do you miss your dad?”
„Kann ich dich was fragen?“, sagte Jess plötzlich. „Vermisst du deinen Papa?“
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