Paralleltext Englisch–Deutsch
The Night Bus
Der Nachtbus
DuoText
Eine Originalgeschichte auf Englisch aus The Night Bakery · Die Nachtbäckerei · Folge 15, mit Deutsch daneben, Absatz für Absatz. Lies sie online oder lade sie als zweisprachiges E-Book herunter.
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Ana turned round and walked back to the Second Chance. She knocked on the door. “Mick? How do you know my name?”
Ana drehte sich um und ging zurück zur Second Chance. Sie klopfte an die Tür. „Mick? Woher kennst du meinen Namen?“
Nobody answered. The curtains were closed now. She knocked again, louder. Nothing. On the next boat, the woman with the blue paint looked at her. Ana’s face went red, and she walked home.
Niemand antwortete. Die Vorhänge waren jetzt zu. Sie klopfte noch einmal, lauter. Nichts. Auf dem Boot daneben schaute die Frau mit der blauen Farbe zu ihr herüber. Ana wurde rot im Gesicht und ging nach Hause.
She didn’t tell Priya about Mick. She didn’t tell anybody. All weekend she thought about his tired eyes, his big hands and the box of paper squares.
Sie erzählte Priya nichts von Mick. Sie erzählte es niemandem. Das ganze Wochenende dachte sie an seine müden Augen, seine großen Hände und den Karton mit den Papiervierecken.
On Monday it was her night off again. At half past one in the morning, she was still awake. So she put on her ugly green jacket and went out to the bus stop.
Am Montag hatte sie wieder ihre freie Nacht. Um halb zwei Uhr morgens war sie noch wach. Also zog sie ihre hässliche grüne Jacke an und ging hinaus zur Bushaltestelle.
The N7 came at a quarter to two. The doors opened, and Daniel looked down at her from his seat. “Ana! What are you doing here? Are you going somewhere?”
Der N7 kam um Viertel vor zwei. Die Türen gingen auf, und Daniel schaute von seinem Sitz zu ihr herunter. „Ana! Was machst du denn hier? Fährst du irgendwohin?“
“Nowhere. I can’t sleep. Can I buy a ticket to… everywhere?”
„Nirgendwohin. Ich kann nicht schlafen. Kann ich ein Ticket nach … überallhin kaufen?“
Daniel laughed. “A return ticket to everywhere. Two pounds fifty. Sit at the front. I’ll show you Hollin Bridge at night. It’s the best tour in Yorkshire, and it’s nearly always empty.”
Daniel lachte. „Eine Rückfahrkarte nach überallhin. Zwei Pfund fünfzig. Setz dich nach vorne. Ich zeige dir Hollin Bridge bei Nacht. Das ist die beste Rundfahrt in Yorkshire, und sie ist fast immer leer.“
It was true. There were only two other people on the bus: a nurse going home from the hospital and a young man asleep at the back. Ana sat in the first seat, next to Daniel.
Das stimmte. Es waren nur zwei andere Leute im Bus: eine Krankenschwester auf dem Heimweg vom Krankenhaus und ein junger Mann, der hinten schlief. Ana setzte sich auf den ersten Platz, neben Daniel.
The bus went up through the market square, past the dark town hall, out to the hospital and the new houses. Then it came back down along the river. Daniel knew every street and every light.
Der Bus fuhr hinauf über den Marktplatz, am dunklen Rathaus vorbei, hinaus zum Krankenhaus und zu den neuen Häusern. Dann kam er am Fluss entlang wieder herunter. Daniel kannte jede Straße und jede Ampel.
“How long have you driven this bus?” Ana asked.
„Wie lange fährst du diesen Bus schon?“, fragte Ana.
“For eight years. Every night, the same route. Twelve times a night.” He smiled. “Before that, I drove a bus in the day. But then my daughter was born, and I wanted to see her in the afternoons.”
„Seit acht Jahren. Jede Nacht dieselbe Strecke. Zwölfmal pro Nacht.“ Er lächelte. „Davor bin ich tagsüber Bus gefahren. Aber dann wurde meine Tochter geboren, und ich wollte sie nachmittags sehen.“
“You have a daughter?”
„Du hast eine Tochter?“
“Grace. She’s six.” He showed her a photo on his phone at a red light: a little girl with a big smile and no front teeth. “She lives with her mum now. We’re divorced. I see her on Saturdays and Sundays. It’s not enough, but it’s something.”
„Grace. Sie ist sechs.“ An einer roten Ampel zeigte er ihr ein Foto auf seinem Handy: ein kleines Mädchen mit einem großen Lächeln und ohne Vorderzähne. „Sie wohnt jetzt bei ihrer Mama. Wir sind geschieden. Ich sehe sie samstags und sonntags. Das ist nicht genug, aber es ist etwas.“
“She’s beautiful,” Ana said. “And you? Are you happy, Daniel?”
„Sie ist wunderschön“, sagte Ana. „Und du? Bist du glücklich, Daniel?“
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